
Kronen Zeitung
RIED BEDIENT
3:2 nach 0:2! BW Linz gewinnt irres OÖ-Derby
Schlusslicht Blau-Weiß Linz hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ein kräftiges Lebenszeichen gegeben! Die Linzer lagen am Samstag in einem packenden Oberösterreich-Derby zu Hause gegen SV Ried früh 0:2 zurück, schafften aber in Überzahl die Wende und gewannen verdient mit 3:2. Acht Runden vor Schluss verkürzte Blau-Weiß in der Qualifikationsgruppe den Rückstand auf den neuen Vorletzten WAC damit auf vier Punkte.
Peter Kiedl brachte die Rieder mit einem Doppelpack (3./Elfmeter, 18.) 2:0 in Führung. Nach dem Ausschluss von Rieds Mittelfeldspieler Nicolas Bajlicz (30.) kämpfte sich die Mannschaft von Trainer Michael Köllner aber zurück. Alexander Briedl (54.), Simon Seidl (64.) und Ronivaldo (83./Elfmeter) schossen die Blau-Weißen noch zum zweiten Sieg seit Anfang Oktober.
Viele Änderungen in Rieder Startelf
Drei Tage nach dem 120-minütigen erfolglosen Cup-Fight gegen den LASK mit einem „Saisonrekord bei den Sprintmetern“, wie Maximilian Senft offenbarte, baute der Rieder Trainer seine Mannschaft kräftig um. Senft brachte sechs neue Spieler, darunter mit Dominik Kirnbauer, dem 18-jährigen Jussef Nasrawe sowie Joris Boguo drei Startelf-Debütanten, und setzte in Mittelfeld und Angriff auf einen einzigen Spieler über 22 Jahre.
Das Rieder Spiel funktionierte zunächst trotzdem, bereits in der dritten Minute durften die Gäste über die Führung jubeln. Nico Maier traf bei einem Klärungsversuch im Strafraum nur Jonas Mayer, den Elfmeter verwertete Kiedl sicher. Mit dem zweiten Torschuss erhöhte der Leihspieler von Sturm Graz nach einer Hereingabe von Fabian Rossdorfer auf 2:0.
Shon Weissman schoss in aussichtsreicher Position drüber (29.), eine Minute später schienen die Heimischen eine noch größere Chance auf den Anschlusstreffer zu haben. Nach einem Schubser von Bajlicz gegen Briedl entschied Schiedsrichter Christian-Petru Chiochirca auf Rot für den Rieder Mittelfeldspieler und Elfmeter. Der VAR-Check zeigte das Foul allerdings knapp außerhalb des Strafraums, statt Elfer gab es Freistoß, der nichts einbrachte.
Sturmlauf brachte drei Punkte
Vor vollem Haus und in Überzahl starteten die Linzer nach der Pause aber einen Sturmlauf, der auch belohnt wurde. Briedl zog aus 18 Metern ab und traf ins kurze Eck, Seidl staubte nach einem Lattenkopfball von Alem Pasic zum Ausgleich ab. Die Blau-Weißen setzten nach, im Rieder Strafraum herrschte mehrmals Hochbetrieb. Nach einem Foul von Mayer an Thomas Goiginger sorgte Ronivaldo per Elfmeter schließlich für den umjubelten Siegestreffer.
Das Ergebnis:
FC Blau-Weiß Linz – SV Ried 3:2 (0:2)
Linz, Hofmann Personal Stadion, 5595 Zuschauer (ausverkauft), SR Ciochirca
Tore: Briedl (55.), S. Seidl (65.), Ronivaldo (82./Elfer) bzw. Kiedl (3./Elfer), Kiedl (18.)
Rote Karte: Bajlicz (30., Notbremse)
Gelbe Karten: Reiter bzw. Rasner, Kiedl, Boguo
BW Linz: Mantl – Pasic, Maranda, Varesi-Strauss (76. Goiginger/93. Fofana) – Reiter, Briedl, Cvetko (40. Ronivaldo), Bumberger (76. Riegler) – S. Seidl, Weissman, Maier (92. Pirkl)
Ried: Leitner – Kirnbauer, Havenaar, Steurer – Rossdorfer (57. Bajic), Rasner (58. Maart), Mayer, Nasrawe (46. Scherzer) – Bajlicz – Kiedl (71. Mutandwa), Boguo (80. Van Wyk)
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